Das Problem mit blockiertem FBA-Lagerbestand
Nicht verkaufbare Einheiten in den Amazon-Logistikzentren verursachen Lagergebühren, statt Umsatz zu generieren. Je länger die Ware liegt, desto aggressiver steigen die Kosten – Langzeitlagergebühren können die Wirtschaftlichkeit einzelner SKUs innerhalb eines Quartals komplett vernichten.
Die Remission der Ware in das eigene Lager, das Sortieren, Umpacken und erneute Einstellen ist oft teurer als der Warenwert selbst. Ein Direktverkauf an einen gewerblichen Restpostenhändler, der die Amazon-Remission von Anfang bis Ende abwickelt, ist meist die wirtschaftlich sinnvollere Lösung.
Schritt 1 — Remissionsbericht erstellen
Exportieren Sie aus dem Seller Central einen Bericht über remissionsfähigen Lagerbestand. Dies ist die Grundlage für ein fundiertes Angebot. Stellen Sie bei Retourenware zusätzlich Fotos auf Kategorie-Ebene zur Verfügung.
Schritt 2 — Ein Gesamtangebot für alle Zustände einholen
Blockierter Lagerbestand besteht meist aus einem Mix von verkaufsfähiger Ware, Defekten und Kundenretouren. Fordern Sie ein Pauschalangebot für den gesamten Posten an, anstatt Preise für jeden einzelnen Zustand zu verhandeln – das spart Zeit und erzielt oft einen höheren Gesamterlös.
Schritt 3 — Amazon Remissionsauftrag erstellen
Sobald der Deal steht, erstellen Sie den Remissionsauftrag direkt an die Adresse des Käufers. So umgehen Sie das teure Double-Handling, bei dem die Ware erst zu Ihnen, dann sortiert und wieder weiterverschickt wird – jeder dieser Schritte kostet Ihr Geld.
Schritt 4 — Auszahlung nach Wareneingangsprüfung
Ein seriöser Aufkäufer zahlt nach physischem Wareneingang und Verifizierung, in der Regel innerhalb weniger Werktage. Lassen Sie sich diese Konditionen schriftlich bestätigen, bevor der Remissionsauftrag ausgelöst wird.
